Eines stand für mich im Winter schon fest: ich will mir ein Maxi-Sommerkleid nähen. Eigentlich wollte ich mir nämlich schon im letzten Sommer eines kaufen, habe aber das "richtige" nicht gefunden. Als ich im Frühling auf die Suche nach dem passenden Schnitt ging, gab es einfach nichts (erst viel später wurden zwei veröffentlicht, die mir sehr taugen würden). Alle Kleider die mir bei "rums" gefielen waren Unikate ohne Schnittmuster... Aber ein gutes Top-Schnittmuster hatte ich auch nicht zur Hand. Also ein Kleid-Schnittmuster nach unten verlängern.
Meine Wahl fiel auf das Anni-Nanni-Kleid, das ich bei einer Rabatt-Aktion irgendwann im April gekauft habe. Es gab schon Maxi-Versionen und auch Jersey-Versionen aus der Probenähphase - da musste es doch auch bei mir etwas werden mit dem Maxi-Kleid.
Der Blick in den Stoffschrank förderte einen gezackten Stoff vom Stoffmarkt zu Tage. Diesen wollte ich in Kombination zu einem Rest dunkelblauem Jersey (vom Käthe Kruse Lagerverkauf, den es inzwischen nicht mehr gibt) für ein Probekleid nutzen.
Im Juni kam ich endlich zu nähen, aber mit dem ersten Ergebnis war ich so gar nicht zufrieden. Irgendwie fühlte ich mich total unförmig, es gab Stellen an denen das Zick-Zack-Muster nicht zusammen passte (dabei hatte ich sooooo aufgepasst) und außerdem war das Kleid viel schwerer als ich erwartet hatte. OK, eigentlich kein Wunder wenn man normalen Jersey und nicht Viskosejersey verwendet. Also wurde das angefangene Kleid in den Stoffschrank gelegt und andere Projekte weiter verfolgt.
Als es jetzt nach dem Urlaub wieder so heiß wurde und alle anderen wichtigen Projekte gerade abgeschlossen waren, holte ich mein Kleid doch wieder hervor. Und jetzt bin ich sehr zufrieden damit. Auch wenn es keinen "Aha-Effekt" hat und ich vor Jahren schon mal ein Kleid in ähnlicher Farbwahl besessen habe:
Am Ausschnitt und den Armausschnitten habe ich mit dem Zick-Zack-Jersey versäubert. Den (schiefen) Übergang zwischen Oberteil und Rock habe ich mit einem selbst gefertigten ca 3cm breiten Schrägband aus Baumwolle verdeckt und am unteren Rand an der Vorderseite angenäht. Der Rock schließt mit einem Rollsaum ab. So wurde das Kleid nicht noch kürzer.
Jetzt fühle ich mich ganz wohl in meinem Kleid. Der Stoff für ein AnniNanni-Kleid in der Originalversion (weiter Rock bis zum Knie, Webware) habe ich schon hier liegen. Es fehlt noch der Reißverschluss. Mal sehen ob ich es diesen Sommer noch fertig bekomme und auch noch tragen kann.
Jetzt geh ich erstmal mit meinem Kleid zu RUMS.
Ich bin ganz stolz dass ich es hiermit zum 7. Mal in diesem Jahr geschafft habe, etwas für mich zu nähen!
Dies ist mein persönlicher Nähblog, eine Art Nähtagebuch. Das Ziel ist es, euch an den Dingen Teil haben zu lassen die so an meiner Nähmaschine entstehen. Ab und zu gibt es auch andere Handarbeitsprojekte zum Vorzeigen. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern! Vielleicht gibt es die eine oder andere Anregung.
Donnerstag, 23. Juli 2015
Dienstag, 14. Juli 2015
Ausstattung für den fleißigen Fahrradfahrer
Unser Kurzer hat im April zu unserer großen Überraschung mit dem Fahrradfahren begonnen (Ende Februar hatte er seinen 2. Geburtstag...). Am Anfang konnte er zugegeben weder aufsteigen, noch absteigen, geschweige denn bremsen ;-). Aber Fahren!
Jetzt sieht das anders aus. Selbst los fahren ist zwar noch schwierig (die Beine sind einfach noch einen Tick zu kurz) aber alles andere kann er einwandfrei und sehr zuverlässig. So durfte das Rad sogar mit in den Urlaub reisen.
Dafür musste natürlich dringend die passende Ausstattung her.
Als erstes gab es eine Fahrradfahne - damit er auch nicht übersehen wird:
Verwendet habe ich Stoffreste - ohne Schnitt - und viele Reflektoren. Unter anderem habe ich am Rand eine Reflektorpaspel eingenäht, damit er auch im Herbst erkennbar ist.
Befestigt hat sie der Papa mit Kabelbindern an einem Bambusstab - mindestens so stabil wie die gekaufte Fahnenstange der Schwester.
Außerdem wurde dringend eine Fahrradtasche benötigt. Das Laufrad hatte nämlich ein Körbchen vorne dran, in dem man prima alle gesammelten Schätze und das eine oder andere Taschentuch unterbringen konnte.
Genäht habe ich nach der Anleitung aus dem Buch "Komm mit raus! - Outdoor-Spielsachen zum Selbernähen" von Carmen Dahlem (OZ creativ Verlag):
Wieder habe ich Stoffreste mit einigen Reflektoren kombiniert. Das Ergebnis ist nicht wirklich perfekt. Das liegt in aller erster Linie daran, dass ich für den Außenstoff Baumwolle mit Lamifix wetterfest machen wollte. Habe ich auch - aber ich werde das NIE MEHR WIEDER tun! Bei jedem Wenden bekam der Stoff unschöne weiße Stellen an denen sich das Lamifix wieder löst. Nachbügeln hatte den Effekt, dass ich eine Stelle komplett austauschen musste weil es zu heiß wurde. Auch ein zweiter Versuch gab kein wesentlich besseres Ergebnis so dass ich letztendlich aufs Wenden verzichtet habe und die Innentasche (aus Wachstuch) mit Schrägband an der Austentasche festgenäht habe. Eigentlich fehlt auch noch ein Knopf oder Ähnliches mit dem man den Deckel an der Tasche befestigen könnte. Mal sehen ob ich den irgendwann noch anbringe - jetzt hatte ich erstmal die Nase voll.
Aber der Junior ist glücklich mit seiner neuen Tasche und das zählt!
verlinkt bei Creadienstag und made4boys
Jetzt sieht das anders aus. Selbst los fahren ist zwar noch schwierig (die Beine sind einfach noch einen Tick zu kurz) aber alles andere kann er einwandfrei und sehr zuverlässig. So durfte das Rad sogar mit in den Urlaub reisen.
Dafür musste natürlich dringend die passende Ausstattung her.
Als erstes gab es eine Fahrradfahne - damit er auch nicht übersehen wird:
Verwendet habe ich Stoffreste - ohne Schnitt - und viele Reflektoren. Unter anderem habe ich am Rand eine Reflektorpaspel eingenäht, damit er auch im Herbst erkennbar ist.
Befestigt hat sie der Papa mit Kabelbindern an einem Bambusstab - mindestens so stabil wie die gekaufte Fahnenstange der Schwester.
Außerdem wurde dringend eine Fahrradtasche benötigt. Das Laufrad hatte nämlich ein Körbchen vorne dran, in dem man prima alle gesammelten Schätze und das eine oder andere Taschentuch unterbringen konnte.
Genäht habe ich nach der Anleitung aus dem Buch "Komm mit raus! - Outdoor-Spielsachen zum Selbernähen" von Carmen Dahlem (OZ creativ Verlag):
Wieder habe ich Stoffreste mit einigen Reflektoren kombiniert. Das Ergebnis ist nicht wirklich perfekt. Das liegt in aller erster Linie daran, dass ich für den Außenstoff Baumwolle mit Lamifix wetterfest machen wollte. Habe ich auch - aber ich werde das NIE MEHR WIEDER tun! Bei jedem Wenden bekam der Stoff unschöne weiße Stellen an denen sich das Lamifix wieder löst. Nachbügeln hatte den Effekt, dass ich eine Stelle komplett austauschen musste weil es zu heiß wurde. Auch ein zweiter Versuch gab kein wesentlich besseres Ergebnis so dass ich letztendlich aufs Wenden verzichtet habe und die Innentasche (aus Wachstuch) mit Schrägband an der Austentasche festgenäht habe. Eigentlich fehlt auch noch ein Knopf oder Ähnliches mit dem man den Deckel an der Tasche befestigen könnte. Mal sehen ob ich den irgendwann noch anbringe - jetzt hatte ich erstmal die Nase voll.
Aber der Junior ist glücklich mit seiner neuen Tasche und das zählt!
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