Freitag, 20. April 2018

früh-sommerliches Upcycling

 [unbeauftragte Werbung]
Im letzten Sommer gab mir meine Mutter eine gekaufte dünne Bluse aus Jeans-Chambray, die leider unter dem Arm ausgerissen war und deshalb so nicht mehr tragbar war. Ich hatte sofort "tausend" Ideen aber zu viele "wichtigere" Projekte, so dass die Bluse im Schrank nach hinten rutschte. Als jetzt die Temperaturen nach oben kletterten und ich außerdem ein buntes Outfit (Leggins und Bolero) für meine Tochter plante, fiel mir die Bluse wieder ein. Die perfekte Kombi für bunte Leggins und Bolero (die sind allerdings noch nicht fertig).

hier mit gekaufter Leggins - sieht auch mit schwarz gut aus :-)
Und das ist geschehen:
Zunächst trennte ich die Seitennähte der Bluse auf und schnitt das Schild des Herstellers heraus. Die Anprobe beim Tochterkind ergab: der Halsausschnitt ist zu weit, die Armausschnitte zu tief, alles insgesamt zu weit.
Das Schnittmuster Kira (kibadoo), das hier ausgeschnitten liegt, half mir, die notwendige Größe des Armausschnitts zu bestimmen. Kira ist eine Bluse, die ohne Verschlüsse auskommt - die nötige Weite ist also vorhanden.
Um den Halsausschnitt zu raffen kam mir die Idee, ein dünnes weißes Gummiband mit der (im Schrank vorhandenen) Spitze (aus einem buttinette-Restepaket) anzunähen. So bleibt die Weite des Kragens erhalten und der Ausschnitt hängt nicht herunter. Die gekürzten Ärmel habe ich ebenfalls mit der Spitze gesäumt und zuletzt die Spitze auch noch an das untere Ende der Tunika genäht.
Das Ergebnis ist eine luftige sommerliche Tunika, die mir sehr gut gefällt - und der Tochter auch. Das Wetter ist ja geradezu ideal um sie auszuführen!
verlinkt bei nähfrosch und freutag
Montagsfreuden

Donnerstag, 5. April 2018

Schnabelinas Softshelljacke

Dieser Post enthält Werbung für das kostenlose Schnittmuster "Softshelljacke" von Schnabelina. Ich habe es kostenfrei zur Probe zur Verfügung gestellt bekommen. Es steht inzwischen kostenlos zum Download für alle zur Verfügung.


Anfang März rief Rosi von Schnabelinas Welt zum Probenähen ihrer Softshelljacke auf. Da ich für diesen Frühling sowieso eine neue Softshelljacke für die Große in Planung hatte (diese hier wurde  schon im Herbst kurz), habe ich es gewagt mich zu bewerben. Und ich wurde tatsächlich ausgewählt! So habe ich also das erste Mal überhaupt an einem Probenähen teilgenommen!

Stoff war bereits vorhanden (ein petrol farbener Softshell und ein neongelb farbener Softshell von Stoffwelten) und so konnte es schnell los gehen. Ganz so schnell wie gedacht war das Projekt aber nicht fertig. Die Jacke hat wirklich viele Teile und Besonderheiten, die die Jacke wirklich zu einer perfekten Jacke machen, aber auch Zeit beanspruchen. Bei einem solchen Projekt arbeite ich Schritt für Schritt nach der Anleitung und muss mir alles mehrfach durchlesen - was ich normalerweise nicht mehr tue. Die Anleitung ist sehr Detailliert und es gibt sogar Videos zum besseren Verständnis der schwierigsten Stellen. So darf sich jeder an dieses Projekt trauen! Nur etwas Geduld muss man eben mitbringen. Das Ergebnis lässt sich sehen und konnte in den letzten Tagen auch endlich genutzt werden:


Genäht habe ich Gr. 134 in kurz mit kleinem Gürtel. 134 ist unsere aktuelle Größe bei einer Körpergröße von 131 cm. Inzwischen gibt es noch eine Version die etwas breiter geschnitten ist. Meinem Mädel, deren Maße fast perfekt denen für Gr. 134 entsprechen - nach Tabelle nämlich diese:

Körpergröße 134 cm
Hüftumfang 72 cm
Innenbeinlänge 65 cm

passt die schmale Variante genau richtig.


Bald dürfen alle ran! Oft ist es leichter, mit einem festen Zeitrahmen ein aufwendigeres Nähprojekt zusammen mit anderen umzusetzen. Deshalb findet ab dem 9.4. ein sew along statt!

Die Jacke enthält einige tolle Details: eine Kapuze die sich abknöpfen lässt, eine Schulter-Passe (also keine Naht direkt auf der Schulter), der Gürtel der die Jacke an der Taille rafft, ein Reißverschlussuntertritt für die gesamte Länge der Jacke, Reißverschlusstaschen die auch von innen toll aussehen und innen liegende Ärmelbündchen
Ich habe außerdem die Teilung vorne dazu genutzt, ein Stück neonfarbenen Softshell für bessere Sichtbarkeit im Herbst einzunähen. Außerdem habe ich Reflektorpaspeln an den meisten Nähten eingenäht und einen Reflektor-Smily auf der Rückseite aufgebügelt. Das funktioniert auch bei Softshell ganz gut. Ich lege dann aber immer Backpapier zwischen Bügeleisen und Stoff.




Hier noch ein paar Detailbilder:



Ärmel mit innen liegenden Bündchen

mit Kapuze

mit abgeknöpfter Kapuze

ohne Kapuze von vorn

auch von Innen sehr ordentlich anzusehen; gedoppelter Kragen ohne Nähte


verlinkt bei nähfrosch und freutag