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Schon vor einiger Zeit hatte ich bei Alles für Selbermacher ein Panel mit zwei gleichen Motiven aus einer Eigenproduktion für meinen Sohn gekauft. Zwar passen die grau/lila Streifen nicht ganz in unser Farbschema, aber der Fahrradfahrer sieht wirklich cool aus.
In den letzten Sommertagen ist nun endlich zuerst ein ärmelloses Shirt entstanden und in den ersten kühleren Tagen dann noch ein Langarmshirt aus dem zweiten Motivstück.
Für das ärmellose Shirt habe ich das kostenlose Schnittmuster "Mahida" von klararabella in Gr. 122/128 verwendet:
Das Shirt hängt schön locker - ich hoffe das lässt sich auch nächsten Sommer noch so sagen. Jetzt ist die Zeit für das Shirt nämlich vorbei und es wird nur noch die zweite Version getragen:
Die Reste vom Panel haben nur noch für einen Ärmel und das Vorderteil gereicht. Verwendet habe ich das kostenlose Schnittmuster MiniMars von aefflyns. Ich finde die Schnittführung an den Raglanärmeln besonders gut gelungen und wollte längst mal die Teilung auf dem Vorderteil ausprobieren. Ich hatte mich sogar letztes Jahr für das Probenähen beworben und dabei bereits dieses Panel eingeplant. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der Kombi-Stoff ist ein Reststück eines Jeansjerseys, das ich mal irgendwo mit bestellt hatte. Ich finde es passt zum lässigen Look des Jungen auf dem Fahrrad. Leider sitzt das Shirt nicht ganz so locker (mein Sohn ist einfach nicht so schmal und das Shirt fällt eher schmal aus) obwohl ich auch hier für das 117 cm große Kind Größe 122/128 genäht habe. Aber aktuell passt es. Mal sehen ob es mir gelingt das Schnittmuster in die nächste Größe zu vergrößern - zumindest in der Breite. Aber bei Raglanshirts ist das ja nicht ganz so simpel.
Mit diesen zwei freebook-genähten Shirts springe ich mal bei Nähfrosch, Dienstagsdinge und Creadienstag vorbei.
Dies ist mein persönlicher Nähblog, eine Art Nähtagebuch. Das Ziel ist es, euch an den Dingen Teil haben zu lassen die so an meiner Nähmaschine entstehen. Ab und zu gibt es auch andere Handarbeitsprojekte zum Vorzeigen. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern! Vielleicht gibt es die eine oder andere Anregung.
Dienstag, 30. Oktober 2018
Mittwoch, 3. Oktober 2018
Mit Eigenkrea-Kleid zur Hochzeit meines Bruders
[enthält unbeauftrate Werbung]
Für Ende August hatte mein Bruder zu seiner Hochzeit eingeladen. Da ich für die Kleidchen der Blumenkinder zuständig war, hatte ich mir im Vorfeld nicht vorgenommen, auch für mich noch ein Kleid zu nähen. Je näher die Hochzeit jedoch kam, desto mehr festigte sich der Wunsch, meinen Kleiderschrank doch um ein passendes Kleid zu erweitern.
Die Kleidchen der Mädchen sowie die (gekauften) Hemden der Jungs waren aus dunkelrotem gemustertem Stoff. Eine meiner drei Schwestern hatte sich passend dazu ein dunkelrotes Kleid gekauft (Bildmitte). Und nun standen wir Mütter der Kinder da und wollten auch gern rote Kleider tragen. Ich nutzte die einzige Gelegenheit die sich mir bot und kaufte in der ersten Ferienwoche bei Karstadt einen roten Jersey und roten Chiffon ohne zu wissen wo ich die Zeit zum Nähen her nehmen sollte - denn die drei Kleider der Blumenmädchen waren Anfang August noch nicht einmal zugeschnitten. Meine Schwester (die Mutter der anderen Kinder, ganz links im Bild), deren Kinder Anfang August bereits wieder zur Schule mussten, hatte sich von meiner Idee inspirieren lassen und nähte sich eine ärmellose Tunika im Stil vorhandener Shirts (ohne Schnittmuster). Nun war ich in Zugzwang. Tatsächlich wurde mein Kleid am Tag vor der Hochzeit noch fertig.
Es hat mich weit mehr Nerven gekostet als alle drei Kinderkleidchen zusammen... Dafür ist es ein Unikat ohne Schnittmuster und passt nahezu perfekt! Leider fand die Hochzeit ausgerechnet an dem Samstag statt, an dem der erste Kälteeinbruch mit Gewitter nach Wochen großer Trockenheit und Hitze kam. Darunter hat vor allem die Bildqualität gelitten. Die Feier war trotzdem schön!
Nun zum Kleid:
Das Oberteil habe ich wieder nach dem Schnittmuster Miou Miou aus Jersey zugeschnitten (siehe letzter Post). Es ist mit dem Jersey gefüttert, so dass Innen keine Nähte zu sehen sind. Als nächstes habe ich das Oberteil ein zweites Mal aus Chiffon zugeschnitten, allerdings im Bruch einige cm dazu gegeben um es in Falten legen zu können. Ich wollte dass der Chiffon locker fällt und das Oberteil insgesamt dehnbar bleibt. Das Chiffon-Oberteil habe ich dann an das Außenstück vom Jersey-Oberteil angenäht und mit dem Innenteil verstürzt. Damit das Kleid an der Taille körpernah sitzt und dabei nicht zu eng wird, habe ich dieses Mal einen seitlichen Reißverschluss eingenäht.
Aus den Resten von Jersey und Chiffon habe ich einen leicht A-förmig zugeschnittenen geraden Rock genäht. Auch hier ist der Chiffon etwas weiter als der Jersey-Rock und außerdem etwas länger. Den Jersey-Rock habe ich unten umgenäht, den Chiffon mit einem Satinband gesäumt. Die Röcke habe ich dann gerafft und an das Oberteil angenäht. Für eine körpernahe Siluette habe ich zum Schluss noch ein Satinband an die Schnittstelle von Oberteil und Rock angenäht. Das kaschiert außerdem kleine Unfeinheiten beim Übergang.
Ich habe mich auf jeden Fall in meinem Kleid super wohl gefühlt! Es sitzt genau so wie es mir aktuell gefällt, kaschiert alle Pölsterchen und ist gleichzeitig sehr bequem. Man kann sitzen, stehen und laufen ohne irgendetwas zurecht "zoppeln" zu müssen oder ungewollte Einblicke zu riskieren - so gefällt mir das.
Jetzt fehlt nur noch ein Anlass zu dem wir unser Familienoutfit noch einmal ausführen können bevor des den Kindern zu klein ist:
verlinkt bei sew la la, women on fire, memademittwoch, afterworksewing und du für dich am Donnerstag
Für Ende August hatte mein Bruder zu seiner Hochzeit eingeladen. Da ich für die Kleidchen der Blumenkinder zuständig war, hatte ich mir im Vorfeld nicht vorgenommen, auch für mich noch ein Kleid zu nähen. Je näher die Hochzeit jedoch kam, desto mehr festigte sich der Wunsch, meinen Kleiderschrank doch um ein passendes Kleid zu erweitern.
Die Kleidchen der Mädchen sowie die (gekauften) Hemden der Jungs waren aus dunkelrotem gemustertem Stoff. Eine meiner drei Schwestern hatte sich passend dazu ein dunkelrotes Kleid gekauft (Bildmitte). Und nun standen wir Mütter der Kinder da und wollten auch gern rote Kleider tragen. Ich nutzte die einzige Gelegenheit die sich mir bot und kaufte in der ersten Ferienwoche bei Karstadt einen roten Jersey und roten Chiffon ohne zu wissen wo ich die Zeit zum Nähen her nehmen sollte - denn die drei Kleider der Blumenmädchen waren Anfang August noch nicht einmal zugeschnitten. Meine Schwester (die Mutter der anderen Kinder, ganz links im Bild), deren Kinder Anfang August bereits wieder zur Schule mussten, hatte sich von meiner Idee inspirieren lassen und nähte sich eine ärmellose Tunika im Stil vorhandener Shirts (ohne Schnittmuster). Nun war ich in Zugzwang. Tatsächlich wurde mein Kleid am Tag vor der Hochzeit noch fertig.
Es hat mich weit mehr Nerven gekostet als alle drei Kinderkleidchen zusammen... Dafür ist es ein Unikat ohne Schnittmuster und passt nahezu perfekt! Leider fand die Hochzeit ausgerechnet an dem Samstag statt, an dem der erste Kälteeinbruch mit Gewitter nach Wochen großer Trockenheit und Hitze kam. Darunter hat vor allem die Bildqualität gelitten. Die Feier war trotzdem schön!
Nun zum Kleid:
Das Oberteil habe ich wieder nach dem Schnittmuster Miou Miou aus Jersey zugeschnitten (siehe letzter Post). Es ist mit dem Jersey gefüttert, so dass Innen keine Nähte zu sehen sind. Als nächstes habe ich das Oberteil ein zweites Mal aus Chiffon zugeschnitten, allerdings im Bruch einige cm dazu gegeben um es in Falten legen zu können. Ich wollte dass der Chiffon locker fällt und das Oberteil insgesamt dehnbar bleibt. Das Chiffon-Oberteil habe ich dann an das Außenstück vom Jersey-Oberteil angenäht und mit dem Innenteil verstürzt. Damit das Kleid an der Taille körpernah sitzt und dabei nicht zu eng wird, habe ich dieses Mal einen seitlichen Reißverschluss eingenäht.
Aus den Resten von Jersey und Chiffon habe ich einen leicht A-förmig zugeschnittenen geraden Rock genäht. Auch hier ist der Chiffon etwas weiter als der Jersey-Rock und außerdem etwas länger. Den Jersey-Rock habe ich unten umgenäht, den Chiffon mit einem Satinband gesäumt. Die Röcke habe ich dann gerafft und an das Oberteil angenäht. Für eine körpernahe Siluette habe ich zum Schluss noch ein Satinband an die Schnittstelle von Oberteil und Rock angenäht. Das kaschiert außerdem kleine Unfeinheiten beim Übergang.
Ich habe mich auf jeden Fall in meinem Kleid super wohl gefühlt! Es sitzt genau so wie es mir aktuell gefällt, kaschiert alle Pölsterchen und ist gleichzeitig sehr bequem. Man kann sitzen, stehen und laufen ohne irgendetwas zurecht "zoppeln" zu müssen oder ungewollte Einblicke zu riskieren - so gefällt mir das.
Jetzt fehlt nur noch ein Anlass zu dem wir unser Familienoutfit noch einmal ausführen können bevor des den Kindern zu klein ist:
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