Ein Mal im Monat geht ein Blog-Beitrag von mir zu
RUMS. Tatsächlich habe ich es auch im August geschafft, neben jede Menge Sachen für die Kinder und ihre Freunde, auch etwas für mich zu nähen. Zum Schluss habe ich mich dann noch ziemlich beeilt und tatsächlich wurde es am 29.08. fertig: mein weit schwingendes
Anni-Nanni-Kleid aus Webware in Original-Lang-Version.
Den Stoff habe ich mir irgendwann im Juni bei Karstadt im Angebot ausgesucht: ein ganz feiner leichter Stoff den ich mir super für ein Sommerkleid vorstellen konnte. In weiser Voraussicht habe ich mir gleich einen passenden Futterstoff mit ausgesucht. Damit habe ich das Oberteil gefüttert so dass ich dort kein Schrägband anbringen musste.
Insgesamt war der Stoff aber viiiiiiel schwerer zu vernähen als ich gedacht hatte. Schon beim Zuschneiden musste ich feststellen, dass er sehr rutschig ist. Das heißt, so ganz gerade wurden meine Schnittteile nicht... Dann franst der Stoff sehr stark aus. Also musste eine Lösung zum Versäubern der Ränder her. Bei so feinem Stoff konnte ich mir Zick-Zack oder Overlock nicht vorstellen. Dann sagte jemand etwas von
französischen Nähten. Die waren tatsächlich eine gute Lösung für mein Problem - allerdings auch ziemlich aufwendig. Außerdem hatte ich ja schon zugeschnitten, so dass ich sehr aufpassen musste die eingeplante Nahtzugabe nicht zu überschreiten. Zum Glück passt das Oberteil genau richtig. Nur am unteren Ende der beiden Träger wirft der Stoff beim Tragen Falten - aber auf beiden Seiten gleich und von daher fällt es nicht so auf (finde ich). Gesäumt habe ich den Rock mit einem weißen Schrägband. Das Ergebnis ist nicht so perfekt wie ich gehofft hatte, aber zum Auftrennen habe ich jetzt wirklich keine Lust (und keine Stofflänge) mehr übrig. Den letzten Rest der 4m Schrägband habe ich dazu verwendet, die Ränder an den Reißverschlussnähten (von innen) zu versäubern. So kann auch da nichts mehr ausfransen.
Genug erklärt und beschrieben. Hier ist das Ergebnis:
Irgendwie war das Licht für Selbstauslöserfotos in der Morgensonne nicht so super geeignet. Ich hoffe mein Mann findet irgendwann noch Zeit bessere Fotos zu schießen.
Bleibt die Erkenntnis, dass man ein Schnittmuster vielleicht doch besser mit Stoffen testen sollte, die ursprünglich dafür vorgesehen sind (nicht Jersey wie in meinem
ersten Versuch und nicht feine Viskose wie im zweiten sondern festere Webware, für das das Kleid ausgelegt ist...). Außerdem noch die Bestätigung für mich, dass ich von Vorhangstoffen besser die Hände weg lassen sollte... Auch wenn sie sich noch so toll anfühlen....
Irgendwann spätestens 2016 wird es wieder Sommer und ich werde mein Kleid ausführen können ;-).
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