Dienstag, 28. Februar 2017

Mal wieder upcycling - heute: aus Hemd wird Schlafanzug (inkl Anleitung)

Schon so lange wir verheiratet sind hing im Kleiderschrank meines Mannes ein Hemd, das für mich einfach immer aussah wie ein Schlafanzug. Kürzlich bekam ich die Genehmigung, ihm neues Leben einzuhauchen. Ich hatte sofort eine naheliegende Idee und habe sie umgesetzt noch bevor ich dazu kam das "gute alte Stück" noch ein letztes Mal "am Mann" zu fotografieren. Aber wenn man schon eine Idee und ein Zeitfenster gleichzeitig hat, muss man sie sofort umsetzen.


Vor 2 1/2 Jahren gab es ein ähnliches Projekt. Dieses Mal bin ich komplett ohne Anleitung vorgegangen:
Zuerst habe ich beide Ärmel aufeinander gelegt und eine passende Schlafanzughose als Muster verwendet. Die Beinlänge ist maximal für die Ärmellänge. Ich habe mit eingerechnet dass oben noch ein Bündchen angenäht wird.

Die Hose war damit schnell fertig: einen ehemaligen Ärmel auf links wenden, beide Ärmel ineinander stecken und die Schrittnaht mit der Overlock schließen. Dann ein Bündchen oben dran. Fertig.

Vor mir lag dann der Rest des Hemdes - ohne Ärmel. Darauf legte ich das Oberteil eines passenden Schlafanzuges und schnitt (ohne Ärmel) großzügig aus. Dabei lag die Knopfleiste genau in der Mitte. Fehlten noch Ärmel für das neue Oberteil. Die passten gerade noch auf das Stoffstück das links und rechts neben der Mitte übrig blieb.

Auch hier nutzte ich Bündchenstoff für Ärmel, Kragen und Saum. Da der Abstand der Knöpfe für Kinder doch recht groß ist nähte ich die Knopfleiste bis über den zweiten Knopf von unten zu. So konnte ich am Bündchen ein geschlossenes Bündchen verwenden.
Dem Kurzen gefällt sein neuer Schlafanzug. Und ich bin auch sehr zufrieden mit dem spontanen Werk.



verlinkt bei creadienstag, dienstagsdinge und nähfrosch

Dienstag, 21. Februar 2017

Coole Jonny zum Chillen und Toben

In den aktuellen Geburtstagsreigen reiht sich auch einer meiner Neffen ein.
Für ihn gab es dieses Jahr eine Jonny aus Sweat. Den Schnitt mag ich einfach sehr gern. Was fehlt ist die Möglichkeit für Kniepatches. Aber die habe ich einfach selbst ergänzt und auf den Sweat-Stoff aufgenäht. So entstand eine bequeme Jogginghose mit Knien aus Cordura, die bestimmt nicht so schnell durchgerutscht ist.






Da ich ja kürzlich Ösen "entdeckt" habe, gab es dieses Mal auch welche in der Hose. Die Kordel sind allerdings nicht durchgehend, so dass sie auch nicht heraus gezogen werden können. Ich habe sie ca auf Höhe der Seitennaht am Bündchen fest genäht.

Die Kniepatches aus neon gelbem Cordura habe ich mit grauer Webware abgesetzt.

Man sieht das die Hose meinem "Model" noch reichlich groß ist. Dennoch hat er schon beim Zuschnitt angemerkt dass er "fast gar keine" coole Hose hat und dringend auch so eine braucht. Seinem Cousin gefällt das Geschenk auch sehr. Mal sehen, vielleicht hat sogar sein kleiner Bruder in ein paar Jahren noch etwas davon.

verlinkt bei creadienstag

Samstag, 18. Februar 2017

Ein Trotzkopf als Geschenk

Diese Woche gibt es sogar noch einen Post am Samstag. Auf meiner Festplatte lagern noch einige Bilder für weitere Posts. Vielleicht gibt es sogar morgen einen weiteren?

Heute gibt es ein Trotzkopf-Shirt (Schnabelina) zu sehen. Es war das Geschenk zum 3. Geburtstag für die Tochter meiner Freundin. Genäht habe ich Gr. 104. Dank der Teilungen ist es perfekt zur Verwendung von Stoffresten.


verlinkt bei Nähfrosch

Freitag, 17. Februar 2017

Freutag mit vielen Gründen zum Freuen!

Die Woche neigt sich mal wieder dem Ende zu. Nach einer frühlingshaften Sonnen-Woche, in der aktuell auch noch Besuch bei uns ist, das Schulhalbjahr zu Ende ist und ein Geburtstag nach dem nächsten gefeiert wird, fällt es leicht, den Freutag auch noch mit zu nehmen!
Wer wohl an Tag 4 meiner Jubiläums-Blog-Woche schon auf einen Eintrg wartet? Hier ist er!
Allererste Blüte in unserem Garten dieses Jahr!

Heute gibt es etwas zu sehen, was mir immer besonders Freude macht: Upcycling. Es macht großen Spaß zu sehen wie aus alten Kleidungsstücken neue werden, die dann wieder sehr gerne getragen werden.


Anfang des Monats wurde auf diese Weise in einer wahren Nacht- und Nebelaktion aus einem alten Arbeitspulli meines Mannes eine Jacke für den Junior und aus einer alten Interlok-Turnhose von mir eine Jogginghose für das gleiche Kind. Leider habe ich es mal wieder versäumt Vorher-/ Zuschnittbilder zu machen.

Der Strickpulli meines Mannes hatte sich hauptsächlich verzogen und sah so nicht mehr tragbar aus. Ich habe dann das Schnittmuster vom JaWePu (Schnabelina) darauf gelegt und in Kombination mit einem Reißverschluss aus dem Fundus meiner Oma ergibt es eine Jacke für den Kurzen! Die Jacke ist aktuell noch etwas groß, was sich sicher bald ändern wird. Leider ist der Reißverschluss nicht ganz intakt, so dass es für ihn schwer sein wird ihn selbst zu schließen, aber ich finde das nicht so tragisch. Dafür ist das komplette Werk 100% Upcycling!



 Hier kann man erahnen dass die Ärmelbündchen schon ein erstes "Leben" hinter sich haben.
Leider habe ich das für das Halsbündchen vorgesehene Stück Stoff nicht genug gedehnt beim Annähen. Aber mit einem Gummi ließ es sich ganz gut regulieren.

Die Hose ist übrigens mal wieder eine Jonny - hier definitiv ein Lieblings-Jogginghosenschnitt. Allerdings habe ich die Außennähte von meiner alten Hose übernommen und sie insgesamt etwas großzügiger zugeschnitten. Mit schwarzen Bündchen versehen ist sie bestens geeignet für das Kinderturnen. Evlt lässt sie sich in Kombination mit unserem Tiger-Shirt auch als Ergänzung für die Verkleidung als Tiger nutzen (so zumindestens die Idee).

verlinkt bei Freutag und Schnabelina

Donnerstag, 16. Februar 2017

AnniNanni Jacke

Meine erste AnniNanni Jacke war wohl eines meiner kompliziertesten Nähprojekte bisher. Als im Herbst morgens immer dunkler wurde, entstand der Plan mir selbst eine Softshelljacke zu nähen. Der Softshell liegt seit dem auch in meinem Stoffschrank (inzwischen ist er sogar zugeschnitten). Nachdem ich mich dann für das Schnittmuster der AnniNanni Jacke entschieden hatte, wollte ich doch erst eine Probejacke haben, um die Passform besser einschätzen zu können. So entstand diese Sweat-Jacke:
Da von dem Schmetterlings-Sweat nicht genug vorhanden war, habe ich eine Teilung kurz oberhalb der Brust eingefügt und Ärmel, Bündchen und obere Hälfte der Vorderseite aus rotem Sweat ergänzt.
Sie gefällt mir sehr gut: der schräge Reißverschluss und die große Kapuze, die als Kragen ausläuft, machen diese Jacke zu einem echten Designerstück.
Für mich gab es hier ein paar "erste Male" und es ist auch nicht alles ganz richtig geworden:
Bisher hatte ich noch nie mit Ösen und Kordeln gearbeitet; das hat hier prima geklappt und ich bin begeistert davon wie es wirkt - vor Ösen habe ich keine Angst mehr!


Auf den Fotos sieht man dann auch die beiden Fehler recht gut: der Übergang zwischen den beiden Stoffen ist nicht exakt gleich auf beiden Seiten des Reißverschluss und der Reißverschluss endet ein paar cm zu weit unten (dieses Problem hatte ich bei facebook schon viele Male gesehen...). Mir ist nicht ganz klar wo das Reißverschluss-Problem her kommt. Bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich das Futter festgenäht hatte, passte noch alles... Ich hoffe sehr ich kann das bei der Softshell-Variante verbessern!
Dafür passt am unteren Ende der Übergang zwischen den Stoffen perfekt:
Der Gesamteindruck zählt:

Von mir aus könnte die Kapuze viel kürzer sein oder gleich auf den Kragen reduziert werden. Ich finde, durch den Fehler am Reißverschluss sitzt sie auch leicht zu weit auf der einen Schulter und rutscht gerne mal schief. Deshalb trage ich die Jacke meist so, dass ich die Kordel leicht raffe und zusammen binde. Auf diese Weise verruscht nichts und ich habe gleich noch einen warmen Kragen.

verlinkt bei RUMs



Mittwoch, 15. Februar 2017

Ein Rock für mich

Und weil ich gerade das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren was ich schon gezeigt habe und was nicht, kommen gleich zwei weitere Einträge hinterher. Das passt auch zu meinem Blog-Jubiläum! Seit 3 Jahren gibt es ihn schon!

Meine beiden aktuellen Lieblingskleidungsstücke hatte ich bei meinem Neujahrspost schon erwähnt aber nur einen kleinen Einblick gewährt.

Schon länger wollte ich gerne einen neuen Winterrock haben. Cord mag ich besonders gern (auch wenn mein Kleiderschrank das nicht gerade zeigt) und so war auch bald die Stoffwahl geklärt. Beim Stöbern in diversen Linkpartys stieß ich dann auf das Freebook Cordula, das bei Stoff&Liebe zum Download zur Verfügung steht.

 
Ich muss sagen, der Schnitt ist einfach perfekt für mich. Ich werde ich definitiv noch öfter nutzen! Taschen sind für mich an der Arbeit dringend notwendig - wenn ich meinen Schlüssel nicht bei mir trage bin ich einfach aufgeschmissen. Die Unterteilung bietet viele Möglichkeiten zur Gestaltung und das Bünchen an Stelle eines Reißverschluss ist einfach unglaublich bequem.



Da ich dringend einen ganz schlichten Rock haben wollte, habe ich komplett auf Farbe verzichtet und den ganzen Rock inkl. Paspeln aus schwarzem Cord genäht. Dadurch fällt auch der Bündchenstoff überhaupt nicht auf! Das Futter habe ich ans Bündchen angenäht, so dass es innen keine störende Naht gibt.

verlinkt bei afterworksewing, memademittwoch, cord-cord-cord

Dienstag, 14. Februar 2017

Weihnachtsgeschenke im Februar

Schon lange warten sie hier auf Veröffentlichung: die Fotos von den Weihnachtsgeschenken! Seit Jahren ist es in meiner Familie unter uns Geschwistern üblich, wenn möglich etwas selbstgemachtes zu schenken. Nur eine Kleinigkeit - nichts hochpreisiges. Mein Ergeiz ist es dann, etwas zu finden dass man für alle in mehrfacher Ausführung herstellen kann.
So gab es 2015 Topflappen, 2014 Stulpen und 2013 Schokoladenpapier-Täschchen. Von diesen Serienproduktionen gibt es dann meist keine Fotos, weil ja nicht alle gleichzeitig fertig werden.
Dieses Jahr habe ich das besser auf die Reihe gebracht.

Ich präsentiere daher feierlich, die MiniMoneyBag Kollektion vom Dezember 2016:








Schnitt: MiniMoneyBag von keko-kreativ.de
Beschenkte: drei Schwestern, ein Bruder, vier Schwägerinnen

verlinkt bei creadienstag

Mittwoch, 1. Februar 2017

Jogginghosen mit Traktor

Als ich irgendwann im letzten Jahr bei buttinette einen Sweat mit Traktoren entdeckte, musste er einfach her (leider ist er aktuell nicht im Sortiment...). Der Kurze ist nach wie vor ein großer Fan von allen großen Fahrzeugen, insbesonderen allen landwirtschaftlichen Geräten.
Da ich mich gerade weigere ihm neue Jogginghosen zu kaufen (die kann man wirklich gut selbst nähen), musste ich mich im Herbst dringend an die Arbeit machen. Es fehlte eine Hose für das Turnen im Kindergarten und eine weitere für den Gebrauch zu Hause bzw. im Turnverein.

Entstanden ist eine einfache Hose für den Kindergarten nach dem Schnittmuster Skaterhose Jonny von worawo (ohne Taschen und aus nur zwei Schnittteilen):




Sowie eine etwas aufwendigere Hose nach dem Schnittmuster Juist (erschienen bei farbenmix) für zu Hause:

Die Jonny war schnell genäht. Ich mag diesen Schnitt sehr. Jogginghosen werden zur Zeit nur nach diesem Schnitt genäht: Bein-Naht, Schritt-Naht, oben und unten Bündchen - fertig.

Die zweite Hose war deutlich aufwendiger. Das Schnittmuster Juist ist eigentlich für Webware gedacht. Mein Plan war, an den Knien Cordura einzusetzen. Zum einen weil mir das im Prospekt eines bestimmten Versandhandels sehr gut gefallen hat, zum anderen aber eindeutig weil es der Kurze liebt auf allen Vieren als Tier durchs Haus zu strolchen (oder im Turnen Anlauf zu nehmen und auf die Knie zu rutschen). Taschen sind eigentlich auch immer wichtig (nur im Kindergartenturnen meine ich nicht...). Außerdem reichte 1m Sweat nur dann für eine zweite Hose, wenn man diese stückeln konnte. Also perfekt für "Juist". Es hat Spaß gemacht diese Hose zu nähen, ich finde sie sieht wirklich hochwertig aus mit den Cordura-Einsätzen, und es werden sicher noch weitere folgen - auch wenn es etwas mehr Zeit benötigt um sie fertig zu stellen.






Hier noch ein paar Details:
Bei den Knie-Patches habe ich mich dazu entschieden, sie von Innen mit einem Sweat-Stoff zu hinterlegen, damit es beim Rutschen auf den Knien nicht weh tut. (Leider gibt es kein Bild von Innen)


Da es mit dem Sweat ohnehin knapp wurde gab es rote Tascheneinsätze, außerdem einen Fake-Eingriff. Beim Bündchen habe ich in einen Sweat-Tunnel komplett einen Gummi eingezogen. Geht sicher noch hochwertiger, aber irgendwann sollte es einfach nur fertig werden...



Auch die Rückseite besteht logischerweise aus Teilstücken (sonst hätte man ja die Kniepatches nicht einsetzen können):
Und jetzt gibts noch Fotos "am Kind":

verlinkt bei afterworksewing