Freitag, 1. März 2019

Little Leg Love 2.0 Sew Along: Einblick und Feinschliff

Ich gebe es offen zu: dieser Post entsteht nur deshalb, weil ich sonst nicht am Finale teilnehmen kann... Hier war letzte Woche einfach zu viel los: wunderschönes Sonnenwetter bei dem man sich unmöglich im Haus aufhalten kann (ganz schlecht fürs Nähen...), 1 Woche lang Besuch, mit dem man bei dem schönen Wetter natürlich erst recht raus gehen muss, zwei Geburtstage inklusive Feiern, nebenher Arbeit und Haushalt und ein paar geplante und ungeplante Zusatztermine für das kommende Wochenende.
Kurz: ich werde wohl auch bis Montag nicht wirklich viel weiter gekommen sein. Immerhin habe ich mein Stoffregal durchgesehen und Stoff für die Leggins ausgesucht. Vielleicht kommt auch noch eine zweite dazu - es sollte genug Material vorhanden sein:


Allerdings muss ich auch noch das Schnittmuster ausschneiden und zusammen kleben...

verlinkt beim Stoff und Liebe Sew Along

Dienstag, 12. Februar 2019

Little Leg Love 2.0


[enthält unbeauftragte Werbung]

Ich habe gerade nachgeschaut: es ist heute genau 4 Jahre und 1 Monat her, dass ich das erste Mal eine "Little Leg Love" gepostet habe:
Und wie heute ist der Anlass ein Sew along von Stoff und Liebe!
Damals hatte ich die Beine aufwendig mit einer Blume aus Stoffresten des vorhergehenden Jahres verziert. Die Leggins ist natürlich längst aussortiert. Seit dem sind hier natürlich viele Leggins entstanden und wieder aussortiert worden. Die Beine meines Mädels sind ordentlich gewachsen. Unter Gr. 140 näh ich nichts mehr...
Nun ruft Stoff und Liebe erneut zum Nähen des erweiterten Schnittmusters von klararabella (nicht mehr, wie 2015, nemada) auf und ich mache mit! Das Schnittmuster liegt schon seit Bekanntgabe der Neuauflage hier ausgedruckt herum und muss nur noch ausgeschnitten werden. Stoffe gibts im Schrank sowieso genug. Mal sehen zu wie viel Kreativität ich dieses Mal Lust, Zeit und Idee finde. Da ist noch alles offen.
Ich kann nur sagen: demnächst gehts weiter hier im Blog!



Sonntag, 27. Januar 2019

#12ausdemStoffregal

... so heißt die diesjährige Challenge von Selmin (Blog tweedandgreet). Ihre Challenge "12 colours of handmade fashion" war mir 2017 mehrmals begegnet. Irgendwie stieß ich in den ersten Tagen von 2019 auf ihren Blog und ihre Idee für 2019, jeden Monat eine andere Stoffart bestimmen zu lassen. Ohne Druck, jedes Mal dabei sein zu müssen . Mit dem Ziel, das Stoffregal neu zu betrachten, vergessene Schätze neu zu entdecken, zu vernähen, frisch gestreichelt wieder in den Schrank zu legen oder auszusortieren. Nachdem ich mir für die erste Jahreshälfte (wiedermal) vorgenommen habe, keine neuen Stoffe zu shoppen, sondern die vielen vorhandenen Stoffe erst einmal zu vernähen, sprach mich die Idee gleich an. Mein Vorhaben hatte ich gleich dadurch unterlaufen, dass ich im Dezember noch zwei Stoffbestellungen getätigt habe, die erst im Januar eintrafen... Und dann war da noch dieser coole Pommes-Stoff der unbedingt hier her wollte (und den ich dank Gutschein auch nicht "extra" bezahlen musste).... So viel zu guten Vorsätzen.

Wie so oft blieb das Nähen in den letzten Wochen ziemlich auf der Strecke. Viel zu viel zu tun in der Arbeit und dann noch einige Zusatztermine privat. ABER: ich habe zwei Vorhaben passend zum Monatsmotto umgesetzt und es sogar geschafft, das nächste Projekt zumindest zuzuschneiden!

Hier kommt deshalb mein Beitrag zum Januar-Thema "Struktur" - mit Werbung, zu der ich nicht beauftragt wurde und für die ich keinen Cent erhalte - aus reiner Überzeugung.


An einem Abend, an dem ich eigentlich nähen wollte, aber irgendwie keinen rechten Anfang finden konnte, entstand dieses Paar Handschuhe aus einem Rest Softshell mit fertigen Strick-Bündchen. Ganz ohne Schnittmuster, die Größe an meinen Händen abgepaust und an den vorhandenen Softshell-Rest angepasst.  Fazit: eher eng, aber tragbar

Dann kam ein Januar-Projekt mit ganz viel Reste-Strukur-Stoffen, das ich längst geplant hatte: Stoffelelefanten nach dem freien Schnittmuster Elefantös (bei Farbenmix erhältlich) für Zwillingsmädchen, die schon im Oktober auf die Welt kamen:





Der helle Stoff gehörte zu einem Schlafanzug meiner Tochter, der leider an ungünstiger Stelle zerrissen war. Alle anderen Stoffe sind Reste von früheren Projekten. Gerade für Babys finde ich unterschiedliche Stoffstrukturen schön - da hat man was zu fühlen. In einem Ohr habe ich eine Rassel versteckt, in einem Ohr des anderen Elefanten ein Quietsch-Stück. Um die kleinen Reste die beim Zuschnitt anfallen nicht immer in den Müll werfen zu müssen, habe ich vor kurzem angefangen sie zu sammeln. Diese beiden Elefanten sind zum großen Teil mit Stoff-Restchen gefüllt. Nicht vollständig - das wird nämlich ziemlich schwer und die übliche Watte-/Schaumstoff-Füllung ist auch weicher.

Das dritte Struktur-Projekt wird eine Walk-Jacke. Ich habe sie bisher erst zugeschnitten, aber sie muss auch erst Mitte Februar fertig sein. Da gibt es noch Hoffnung pünktlich fertig zu werden.

Mein Fazit:
Struktur im Stoffregal haben diese Projekte bisher noch nicht geschaffen. Meinem Stoffabbau-Ziel bin ich nur ein kleines Stück näher gekommen. Immerhin habe ich eine ganze Menge Stoff-Restchen genutzt. Meine Kisten mit den Stoffresten stehen jetzt immernoch im Arbeitszimmer und ich arbeite daran, sie weitere zu dezimieren.

Vorgemerkt für den Februar (oder die verbleibenden Januar-Tage):
- Walk-Trachtenjacke (aus einer der letzten Stofflieferungen)
- Pommes-Oberteil für die Kinder als Verkleidungsstück

verlinkt bei tweedandgreet







Mittwoch, 26. Dezember 2018

Post zum 2. Weihnachtsfeiertag - wo fang ich blos an???

[enthält unbeauftragte Werbung]

2. Weihnachtsfeiertag - kein Stress, alles friedlich (weitgehend - haha). Da könnte ich doch glatt mal wieder einen Post schreiben. Fast 2 Monate ist der letzte alt. Zwischendurch habe ich so einiges genäht (auch wenn ich immer das Gefühl habe, gar nicht zum Nähen zu kommen). Es liegen einige Bilder auf der Festplatte. Was also zeigen??

Gerade stelle ich fest, dass ich das Blumenkind-Kleid meiner Tochter zur Hochzeit meines Bruders noch gar nicht gezeigt habe!

Leider hat es am großen Tag fast den ganzen Nachmittag geregnet, so dass die Bilder nur mäßig wurden. Hier sieht man aber wenigstens alle drei Kleidchen auf einem Blick: meine Große, ihre kleine Cousine und die Nichte meiner neuen Schwägerin trugen stolz die von mir genähten Blumenkind-Kleidchen.

Genäht habe ich den Anni-Nanni-Mädchentraum in Gr. 98, 128 und 134 aus einem Blusenstoff von Michas Stoffecke. Der Stoff ist luftig dünn und sehr leicht. Perfekt für den weiten Rock und die Temperaturen des letzten Sommers. Auf Hitze wollte ich mich trotzdem nicht verlassen und habe mich deshalb für kurze Ärmel entschieden.

Alle Oberteile habe ich mit weißem Satin gefüttert (und erst beim Nähen festgestellt, dass man damit beim Bügeln sehr aufpassen muss dass es nicht zu heiß wird...). Auf diese Weise konnte ich den nahtverdeckten Reißverschluss auch von innen ordentlich versäubern:
Ärmel und Halsausschnitt habe ich mit einer roten Paspel versäubert.
Für den Saum habe ich mich für ein rotes Schrägband im selben rot entschieden. Für komplette Unterröcke oder einen gefütterten Rock hatte ich letztendlich keine Zeit mehr bzw. auch nicht die notwendige Motivation. Deshalb habe ich mich für einen Fake-Unterrock entschieden und einen Streifen Tüll gerafft angenäht. 
Vor der Hochzeit entstanden dann folgende Bilder vom fertigen Kleid:



Das Band in der Taille bringt das Kleid erst richtig in Form. Ich habe es aus dem Schrägband genäht und an den Vorderteilen des Kleides angenäht. Hinten kann man es dann binden.
Ich hätte eigentlich gedacht, dass das Kleid zu Heiligabend in den Gottesdienst getragen wird. Meine Tochter hatte aber einen anderen Plan. Sie musste doch noch Weihnachtsmann spielen und da passte dieses Kleid besser:
verlinkt bei afterworksewing

Dienstag, 30. Oktober 2018

ein Panel - zwei Jungs-Shirts

 [unbeauftragte Werbung]

Schon vor einiger Zeit hatte ich bei Alles für Selbermacher ein Panel mit zwei gleichen Motiven aus einer Eigenproduktion für meinen Sohn gekauft. Zwar passen die grau/lila Streifen nicht ganz in unser Farbschema, aber der Fahrradfahrer sieht wirklich cool aus.

In den letzten Sommertagen ist nun endlich zuerst ein ärmelloses Shirt entstanden und in den ersten kühleren Tagen dann noch ein Langarmshirt aus dem zweiten Motivstück.

Für das ärmellose Shirt habe ich das kostenlose Schnittmuster "Mahida" von klararabella in Gr. 122/128 verwendet:


Das Shirt hängt schön locker - ich hoffe das lässt sich auch nächsten Sommer noch so sagen. Jetzt ist die Zeit für das Shirt nämlich vorbei und es wird nur noch die zweite Version getragen:




Die Reste vom Panel haben nur noch für einen Ärmel und das Vorderteil gereicht. Verwendet habe ich das kostenlose Schnittmuster MiniMars von aefflyns. Ich finde die Schnittführung an den Raglanärmeln besonders gut gelungen und wollte längst mal die Teilung auf dem Vorderteil ausprobieren. Ich hatte mich sogar letztes Jahr für das Probenähen beworben und dabei bereits dieses Panel eingeplant. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der Kombi-Stoff ist ein Reststück eines Jeansjerseys, das ich mal irgendwo mit bestellt hatte. Ich finde es passt zum lässigen Look des Jungen auf dem Fahrrad. Leider sitzt das Shirt nicht ganz so locker (mein Sohn ist einfach nicht so schmal und das Shirt fällt eher schmal aus) obwohl ich auch hier für das 117 cm große Kind Größe 122/128 genäht habe. Aber aktuell passt es. Mal sehen ob es mir gelingt das Schnittmuster in die nächste Größe zu vergrößern - zumindest in der Breite. Aber bei Raglanshirts ist das ja nicht ganz so simpel.

Mit diesen zwei freebook-genähten Shirts springe ich mal bei Nähfrosch, Dienstagsdinge und Creadienstag vorbei.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Mit Eigenkrea-Kleid zur Hochzeit meines Bruders

 [enthält unbeauftrate Werbung]

Für Ende August hatte mein Bruder zu seiner Hochzeit eingeladen. Da ich für die Kleidchen der Blumenkinder zuständig war, hatte ich mir im Vorfeld nicht vorgenommen, auch für mich noch ein Kleid zu nähen. Je näher die Hochzeit jedoch kam, desto mehr festigte sich der Wunsch, meinen Kleiderschrank doch um ein passendes Kleid zu erweitern.
Die Kleidchen der Mädchen sowie die (gekauften) Hemden der Jungs waren aus dunkelrotem gemustertem Stoff. Eine meiner drei Schwestern hatte sich passend dazu ein dunkelrotes Kleid gekauft (Bildmitte). Und nun standen wir Mütter der Kinder da und wollten auch gern rote Kleider tragen. Ich nutzte die einzige Gelegenheit die sich mir bot und kaufte in der ersten Ferienwoche bei Karstadt einen roten Jersey und roten Chiffon ohne zu wissen wo ich die Zeit zum Nähen her nehmen sollte - denn die drei Kleider der Blumenmädchen waren Anfang August noch nicht einmal zugeschnitten. Meine Schwester (die Mutter der anderen Kinder, ganz links im Bild), deren Kinder Anfang August bereits wieder zur Schule mussten, hatte sich von meiner Idee inspirieren lassen und nähte sich eine ärmellose Tunika im Stil vorhandener Shirts (ohne Schnittmuster). Nun war ich in Zugzwang. Tatsächlich wurde mein Kleid am Tag vor der Hochzeit noch fertig.

Es hat mich weit mehr Nerven gekostet als alle drei Kinderkleidchen zusammen... Dafür ist es ein Unikat ohne Schnittmuster und passt nahezu perfekt! Leider fand die Hochzeit ausgerechnet an dem Samstag statt, an dem der erste Kälteeinbruch mit Gewitter nach Wochen großer Trockenheit und Hitze kam. Darunter hat vor allem die Bildqualität gelitten. Die Feier war trotzdem schön!

Nun zum Kleid:
Das Oberteil habe ich wieder nach dem Schnittmuster Miou Miou aus Jersey zugeschnitten (siehe letzter Post). Es ist mit dem Jersey gefüttert, so dass Innen keine Nähte zu sehen sind. Als nächstes habe ich das Oberteil ein zweites Mal aus Chiffon zugeschnitten, allerdings im Bruch einige cm dazu gegeben um es in Falten legen zu können. Ich wollte dass der Chiffon locker fällt und das Oberteil insgesamt dehnbar bleibt. Das Chiffon-Oberteil habe ich dann an das Außenstück vom Jersey-Oberteil angenäht und mit dem Innenteil verstürzt. Damit das Kleid an der Taille körpernah sitzt und dabei nicht zu eng wird, habe ich dieses Mal einen seitlichen Reißverschluss eingenäht.
Aus den Resten von Jersey und Chiffon habe ich einen leicht A-förmig zugeschnittenen geraden Rock genäht. Auch hier ist der Chiffon etwas weiter als der Jersey-Rock und außerdem etwas länger. Den Jersey-Rock habe ich unten umgenäht, den Chiffon mit einem Satinband gesäumt. Die Röcke habe ich dann gerafft und an das Oberteil angenäht. Für eine körpernahe Siluette habe ich zum Schluss noch ein Satinband an die Schnittstelle von Oberteil und Rock angenäht. Das kaschiert außerdem kleine Unfeinheiten beim Übergang.


Ich habe mich auf jeden Fall in meinem Kleid super wohl gefühlt! Es sitzt genau so wie es mir aktuell gefällt, kaschiert alle Pölsterchen und ist gleichzeitig sehr bequem. Man kann sitzen, stehen und laufen ohne irgendetwas zurecht "zoppeln" zu müssen oder ungewollte Einblicke zu riskieren - so gefällt mir das.
Jetzt fehlt nur noch ein Anlass zu dem wir unser Familienoutfit noch einmal ausführen können bevor des den Kindern zu klein ist:
verlinkt bei sew la la, women on fire, memademittwoch, afterworksewing und du für dich am Donnerstag

Mittwoch, 4. Juli 2018

Mit Maxikleid in den Sommer

[Unbeauftragte Werbung enthalten!]

Was tut Frau wenn sie eigentlich kränkelt und über die Ohren zu tun hat? Klar - nähen. Gut, nur am Abend kurz vor dem Umfallen, aber natürlich nichts was dringend fertig werden soll sondern was für sich selbst - es soll schließlich der Entspannung dienen.
So viel zur Vorgeschichte meines Maxikleides. Die Geschichte ist eigentlich noch viel länger, denn die Idee ist schon mehrere Jahre alt und der Stoff liegt auch schon mindestens seit dem Frühling im vergangenen Jahr in meinem Regal mit der festen Bestimmung, ein Maxikleid zu werden.

Hier ist nun das Ergebnis, mit dem ich hoch zufrieden bin:

 Da ich einfach sehr weite Ausschnitte an mir nicht gerne mag, die meisten Maxikleider aber genau so und möglichst noch mit der dünnen Trägern geschnitten sind, hatte ich von Anfang an den Plan, mir selbst ein Kleid zu basteln: aus einem passenden Oberteil, dieses kürzen und dann den Rest des Stoffes in maximaler Länge gerafft annähen.


Grundlage für das Oberteil war das Schnittmuster Miou Miou, das ich im letzten Sommer genäht und für mich für gut befunden hatte. Aus "Faulheit", das Halsloch und die Ärmel mit den vorgesehenen Belegen zu säumen (der Stoff war mir da zu dünn und rutschig...) habe ich das Oberteil einfach gedoppelt genäht. So gibt es von Innen auch keine Nähte zu sehen. Am Übergang zum Rock habe ich das Oberteil auf der inneren Stofflage mit einem Gummi gerafft. So ist die Stelle möglichst körpernah und doch gut dehnbar. Anschließend habe ich die Rockteile doch noch etwas nach oben verschmälert, um nicht zu viel Stoff raffen zu müssen.

Das "finish" bekam mein Kleid mit einem Abnäher im Rücken, der so auf den ersten Blick gar nicht auffällt, und zwei dezenten Schlitzen im unteren Bereich des Rockes. Eigentlich wären sie nicht unbedingt nötig, aber ich habe mich dann doch für mehr Beinfreiheit entschieden.

 

Auch wenn hier gerade keine größere Reise ansteht (siehe Motto bei MMM) und auch noch 3 1/2 Wochen Schule zu bewältigen sind, fühle ich mich in meinem Sommerkleid pudelwohl und wandere zum memademittwoch, afterworksewing, women on fire, du für dich am Donnerstag und Sew La La.