Mittwoch, 11. Mai 2016

Mädchentraum aus Softshell

Schon letzten Herbst war klar: eine neue Softshelljacke für die Große muss spätestens im Frühling her. Der passende Stoff flog auch schon im September zu mir - ein geblümter Softshell. Der Frühling kam näher und gleichzeitig die Erkenntnis, dass ich es nicht schaffen würde rechtzeitig eine Jacke zu nähen. So war ich glücklich als ich im Ausverkauf doch noch eine kaufen konnte - jungstauglich (zum Vererben) und reichlich groß, so dass sie als Ersatzjacke bzw. bis ich denn eine genäht hätte dienen konnte.
Und dann lies der Frühling doch noch eine ganze Weile auf sich warten und das Tochterkind war unzufrieden mit der Passform der gekauften Jacke. Das war Motivation genug mich aufzuraffen und der Jacke Priorität einzuräumen.


Als Schnittmuster hatte ich die Jacke FrederikA von PiranhaKids schon eine Weile auf meinem Computer gespeichert.  Hier ist eigentlich vorgesehen, zwei Jacken zu nähen die mit einem zusätzlichen Reißverschluss verbunden werden können. Die Innenjacke soll aus Sweat oder Jersey genäht werden und hier wird normalerweise auch die Kapuze angebracht. Mir schien das für die Übergangsjacke aus Softshell nicht geeignet. Die Kapuze kam wieder an die Außenjacke und die Innenjacke fiel weg. Auch bei den Taschen bin ich eigene Wege gegangen und habe mich für Einstecktaschen entschieden (damit kenne ich mich aus - alles andere war mir einfach irgendwann zu kompliziert).

Damit die Jacke (hoffentlich!) einen Sommer mit wächst habe ich Gr. 128 (statt 122) zugeschnitten. Die Ärmel und die Bundlänge sind individuell verlängert. Weil hier eigentlich rot und nicht rosa (das ist die Farbe des Futters) angesagt ist habe ich mich für einen Streifen roten Softshell an Ärmeln und Bündchen entschieden und mit rotem dehnbaren Schrägband eingefasst. Außerdem konnte ich so noch zusätzlich Bündchen aus Jersey anbringen, die einen guten Schutz vor Wind geben und das Mitwachsen ermöglichen.



Auch mit dem Innenleben der Jacke bin ich recht zufrieden. Die Nähte am Halsausschnitt und an der Passe habe ich durch ein Stück Jersey verdeckt und einen Haken zum Aufhängen eingefasst.

Ich bin ein großer Fan von Paspeln - besonders von Reflektorpaspel, die ich an der Teilung und an der Kapuzennaht angebracht habe. Außerdem ziert ein Reflekor-Bügelbild die hintere Mitte. Leider habe ich trotz Test erst zu spät verstanden dass ich das Motiv hätte mehr ausschneiden sollen. Jetzt habe ich etwas Farbe vom Softshell abgetragen... Das nächste Mal bin ich schlauer!




Wir sind jedenfalls beide sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es sieht nicht aus wie "viel zu groß" und passt hoffentlich trotzdem auch nächstes Frühling noch!

verlinkt bei afterworksewing


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