Mittwoch, 22. Juni 2016

schnelle Geschenke

In den letzten Wochen war hier viel los (siehe letzter Blogeintrag) und ich bin nicht so viel zum Nähen gekommen. Aber da war noch das Geschenk für einen kleinen Erdenbürger der normalerweise mit seinen Eltern in Peru lebt und gerade in Deutschland zu Besuch war.... Das Geschenk steht seit seiner Geburt letzten August auf meiner To-Sew-Liste und ich schäme mich, dass jetzt doch erst auf den letzten Drücker genäht wurde. ABER: ich habs noch geschafft und hoffe es erreicht die Familie vor ihrem Abflug ;-).

Entstanden ist eine Sommerhose von Klimperklein in Gr. 74/80. Wir haben selbst einige davon in Benutzung und ich finde, die wachsen echt lange mit (bei uns inzwischen 2 Jahre - bei einem jetzt 3 Jährigen!).

Den Stoff habe ich mal bei Karstadt gekauft aber bisher angeschnitten. Leider hatte ich zu wenig Zeit um perfektionistisch zu sein... Aber die Ringel sind klein genug dass es hoffentlich getragen nicht auffällt.
 
Und weil im Koffer sicher nicht mehr all zu viel Platz übrig sein wird, gab es eine Luftballonhülle mit vielen Webbändern zum Greifen dazu:



verlinkt bei Nähfrosch und afterworksewing

Mittwoch, 15. Juni 2016

Schnelle feierliche MyCuddleMe und ein besonderer Anlass

Als ich Ende Mai aus einem dünnen grauen Strickstoff von buttinette meine neueste MyCuddleMe nähte hatte ich bereits die Vorahnung, dass ich sie irgendwann auf einer Beerdigung tragen würde.

 
 
Dass dieser Zeitpunkt nur eine Woche später sein sollte, hätte ich nicht gedacht. Aber meine Oma, tatsächlich neben meiner Mama einer der großen Fans meiner Nähwerke und auch meines Blogs, ist zu ihrem Schöpfer heim gekehrt und wir mussten von ihr Abschied nehmen. Nur eine Woche vor ihrem Tod hatten wir als Familie noch die Gelegenheit sie zu besuchen - bei einer Entfernung von ca 400 km keine Selbstverständlichkeit. Ich bin dankbar dass ich die Gelegenheit noch hatte und freue mich, dass sie ohne längere Leidenszeit gehen durfte. Ich werde sie eines Tages im Himmel wieder treffen. Der Abschied fällt trotzdem schwer.

Da meine Oma den größten Teil ihres Lebens viel genäht hat (auch für ihre Enkelinen und deren Puppen) freute sie sich sehr als ich das Nähen wieder anfing. Auch deshalb (aber auch schlicht aus Mangel an Alternativen) wollte ich gerne etwas selbst Genähtes zur Beerdigung tragen. Und weil sich in meinem Kleiderschrank nur sehr wenig schwarz findet und außerdem ein heißer Tag zu erwarten war, schaffte ich es irgendwie noch vor der Beerdigung ein altes Langarmshirt (das ich seit Jahren nicht getragen habe) in ein MamaSun-Top (freebook von aefflyns) umzuwandeln:







Die MyCuddleMe war übrigens so schnell genäht wie keine der anderen drei davor. Das liegt daran, dass ich für den Saum Spitze gewählt habe, die aus einem Reste-Päckchen von buttinette stammt. Das Ergebnis gefällt mir genauso gut wie ich erwartet hatte. Die Ärmel wollte ich 3/4-lang haben. Es ist eher etwas länger geworden, aber man kann die Ärmel ja noch etwas hoch ziehen. Insgesamt eine sehr leichte angenehm zu tragende Sommerjacke.



Meine Große trug zur Beerdigung übrigens im Partnerlook mit ihrer kleinen Cousine ein Kleidungsstück das meine Oma vor vielen Jahren für mich und meine Schwester genäht hat:


Ein ganz einfaches Trägerkleidchen: dabei werden zwei Rechtecke unten gesäumt werden, die Seitennähte bis zu einer gewünschten Armöffnung geschlossen, die Armöffnungen versäubert und oben ein Tunnelzug eingenäht, durch den man ein Band als Träger und zum Raffen einzieht. Eigentlich sind die Kleidchen fast gleich groß. Aber hier sieht man prima, dass sie sehr lange mit wachsen. Für meine Nichte ist es ein Kleid, für meine 4 Jahre ältere Maus eine Tunika.

verlinkt bei MeMadeMittwoch und afterworksewing

Mittwoch, 1. Juni 2016

Kleinvieh macht auch Mist...

... oder: auch Kleinigkeiten brauchen Zeit

Unter diesem Motto zeige ich heute zwei Kleinigkeiten, die am letzten Wochenende "mal schnell" eingeschoben wurden:

Die ersten beiden Bilder zeigen die erste Handyhülle für meinen Mann. Sie ist gefühlt noch gar nicht so alt, da ich sie aber nicht neu fotografiert habe, ist das genaue Alter unbekannt. Tatsache ist, dass die elegant gemeinte Variante aus Hemdenstoff außen und Futterstoff innen nicht sehr lang gehalten hat: 



Es musste daher eine neue und stabilere Hülle her:


 Dieses Mal habe ich auf grobere Stoffreste zurück gegriffen: außen einen Outdoor-Stoff und innen einen groben Canvas-ähnlichen Stoff aus dem Fundus meines Schwiegervaters (der ja früher Raumausstatter war). Mal sehen wie lange es dieses Mal hält. Das Ergebnis mit Pi-Mal-Daume-Zuschnitt ist etwas krumm, aber beim Benutzen fällt es nicht auf...
Ein Schnittmuster gibt es nicht, auch wenn ich verschieden freie Anleitungen aus dem Internet für die erste Version zu Rate gezogen habe (das kann ich gerade nicht mehr rekonstruieren).

Für die Kinder habe ich vor wohl ca 1 1/2 Jahren das erste Mal Lätzchen aus Wachstuch genäht (hier gezeigt). Als Vorlage dienten mir unsere Lieblingslätzchen aus Plastik aus dem Handel. Dieses hier ist nun Version 3 nachdem beim Kurzen bei Version 2 die Kam Snaps am Verschluss endgültig so ausgerissen sind dass nichts mehr zu retten ist. Es zeigt sich: bei intensiver Nutzung hat ein Lätzchen in Etwa eine Nutzungsdauer von einem 3/4 Jahr. Aber ich finde das ist OK.
Ich weiß übrigens dass das Obst auf dem Kopf steht... Aber das war mir dann egal als es mir nach dem Zuschnitt auffiel. So kann der Kurze das Motiv von oben richtig herum sehen ;-)


verlinkt bei afterworksewing

Mittwoch, 25. Mai 2016

Frau Emma

Als ich mir das erste Schnittmuster für ein Shirt für mich kaufen wollte, stand Frau Emma schon in der engeren Wahl. Entschieden habe ich mich damals (vor zwei Jahren) für die Shelly. Aber Frau Emma gefällt mir nach wie vor und so habe ich mir das Papierschnittmuster vor kurzem gekauft. Dazu passend wanderte gleich ein roter Viskose-Jersey bei Alles-für-Selbermacher in meinen Wahrenkorb.
Letzte Woche entstand dann meine erste Frau Emma - und ich bin begeistert! Es werden sicher noch einige folgen (Shellys habe ich inzwischen auch schon eine ganze Reihe):


Selbst zum Rock gefällt es mir - sehr schön luftig für einen der ersten Sommertage!
verlinkt bei afterworksewing und memademittwoch

Dienstag, 24. Mai 2016

mal was ganz aktuelles

In den letzten Wochen bin ich tatsächlich erstaunlich viel an die Nähmaschine gekommen. So stauen sich hier langsam die Bilder, die ich noch nicht gezeigt habe.
Als ich kürzlich nach längerer Zeit mal wieder ins örtlichen Stofflädchen wollte, ging das nur mit Kindern. Also habe ich mich kurzer Hand dazu entschlossen, beide ein Stück Stoff für sich selbst aussuchen zu lassen.

Die Wahl des Kurzen fiel sofort auf einen Bauernhof-Stoff (es wäre klüger gewesen, ihn nicht als erstes aussuchen zu lassen, aber das ging schneller als ich schauen konnte).
Mir war schnell klar dass daraus ein Shirt werden muss. Letztlich habe ich mich für ein MiniSun von aefflyns to go entschieden, das ich mit brauner Bündchenware gesäumt habe:


Von den 0,5m Stoff ist noch ein großes Stück übrig - mal sehen was daraus noch wird.

Die Große griff nach anfänglicher Überforderung (Mama, hier sind sooooo viele schöne Stoffe!) nach einem pinken Herzchen-Stoff, den ich ihr sicher nicht ausgesucht hätte (ich fördere lieber die Vorliebe zu rot...). Aber versprochen ist versprochen und so habe ich einfach mal 0,5m mit genommen, ohne einen festen Plan zu haben.
Dumm, wenn einem dann plötzlich ein Shirt-Kleid vorschwebt - und am besten noch im Partnerlook für die beste Freundin... Neuen Stoff wollte ich dank gefülltem Lager auch nicht kaufen - also die Vorräte sichten und als Ergänzung nutzen. Es traf sich dass ich gerade noch ein ausreichend großes Stück eines rosa Stoffes hatte. Das, ergänzt durch einen Streifen weiß, reichte dann für zwei Kleidchen.



Grundlage für den Schnitt ist das T-Shirt MixMeGirl von nemada, das ich nur deshalb verwendet habe weil ich das Oberteil bei ein Mal Gr. 110/116 und ein Mal Gr. 122/128 gerade so neben einander auf den Stoff legen konnte. Nach unten habe ich es entsprechend der Breite des vorhandenen rosa Stoffes verlängert. Dadurch fällt das Kleid etwas schmal aus und wird bei meiner Tochter sicher nicht so lange mit wachsen wie andere Kleider, aber es darf ja auch ab und zu mal was zu klein werden ;-). Im Moment passt es auf jeden Fall perfekt.

verlinkt bei Nähfrosch, creadienstag und dienstagsdinge

Mittwoch, 18. Mai 2016

Bausteine-Kollektion

Ich finde es immer cool, wenn ich ein größeres Stück Stoff zeitnah weitgehend komplett verarbeiten kann. Meistens kaufe ich Stoff mit einem festen Nähprojekt im Hinterkopf (manchmal wird dann aber doch etwas ganz anderes daraus). Manchmal springt mich aber auch ein Design an, für das ich nicht sofort ein Ergebnis im Kopf habe. So wanderte auch die schöne Bausteine-Eigenproduktion von Stoff und Liebe in meinen Schrank. Bis er mich vor ein paar Wochen "ansprang" und unbedingt vernäht werden wollte.
Entstanden ist eine kleine Kollektion, bei der meine beiden Kinder etwas davon ab bekamen und außerdem zwei Geburtstagsgeschenke entstanden: zwei kurze Hosen, eine 3/4-Leggins und zwei T-Shirts. Ein kleines Stück ist noch übrig. Mal sehen was daraus noch wird - Ideen hätte ich spontan genügend.
Den Anfang machte eine 3/4-Leggins nach dem Schnittmuster LittleLegLove von nemada für meine Große und eine Sommerhose von Klimperklein in Gr. 98/104 (ohne Windel) für den Kurzen.


Dann gesellte sich noch eine Sommerhose von Klimperklein dazu (ganz links), die der Sohn einer Freundin als Ergänzung zum Lego-Geschenk bekam.

Schließlich feierte ein Freund des Kurzen Geburtstag und weil die Mama meinte, er spielt gerne mit Bausteinen, kam mir der Stoff für ein Geburtstagsshirt gerade richtig. Genäht habe ich den Autom Rockers von Mamahoch2 in Gr. 104.




Zum Abschluss brauchte der Kurze natürlich ein Pendant (ohne Zahl):
Das Shirt wurde sehr knapp vor der Geburtstagsfeier fertig und gerade habe ich festgestellt, dass dieses das einzige bisher vorhandene Foto ist - da muss ich wohl noch ein bißchen fotografieren.

verlinkt bei afterworksewing und nähfrosch

Mittwoch, 11. Mai 2016

Mädchentraum aus Softshell

Schon letzten Herbst war klar: eine neue Softshelljacke für die Große muss spätestens im Frühling her. Der passende Stoff flog auch schon im September zu mir - ein geblümter Softshell. Der Frühling kam näher und gleichzeitig die Erkenntnis, dass ich es nicht schaffen würde rechtzeitig eine Jacke zu nähen. So war ich glücklich als ich im Ausverkauf doch noch eine kaufen konnte - jungstauglich (zum Vererben) und reichlich groß, so dass sie als Ersatzjacke bzw. bis ich denn eine genäht hätte dienen konnte.
Und dann lies der Frühling doch noch eine ganze Weile auf sich warten und das Tochterkind war unzufrieden mit der Passform der gekauften Jacke. Das war Motivation genug mich aufzuraffen und der Jacke Priorität einzuräumen.


Als Schnittmuster hatte ich die Jacke FrederikA von PiranhaKids schon eine Weile auf meinem Computer gespeichert.  Hier ist eigentlich vorgesehen, zwei Jacken zu nähen die mit einem zusätzlichen Reißverschluss verbunden werden können. Die Innenjacke soll aus Sweat oder Jersey genäht werden und hier wird normalerweise auch die Kapuze angebracht. Mir schien das für die Übergangsjacke aus Softshell nicht geeignet. Die Kapuze kam wieder an die Außenjacke und die Innenjacke fiel weg. Auch bei den Taschen bin ich eigene Wege gegangen und habe mich für Einstecktaschen entschieden (damit kenne ich mich aus - alles andere war mir einfach irgendwann zu kompliziert).

Damit die Jacke (hoffentlich!) einen Sommer mit wächst habe ich Gr. 128 (statt 122) zugeschnitten. Die Ärmel und die Bundlänge sind individuell verlängert. Weil hier eigentlich rot und nicht rosa (das ist die Farbe des Futters) angesagt ist habe ich mich für einen Streifen roten Softshell an Ärmeln und Bündchen entschieden und mit rotem dehnbaren Schrägband eingefasst. Außerdem konnte ich so noch zusätzlich Bündchen aus Jersey anbringen, die einen guten Schutz vor Wind geben und das Mitwachsen ermöglichen.



Auch mit dem Innenleben der Jacke bin ich recht zufrieden. Die Nähte am Halsausschnitt und an der Passe habe ich durch ein Stück Jersey verdeckt und einen Haken zum Aufhängen eingefasst.

Ich bin ein großer Fan von Paspeln - besonders von Reflektorpaspel, die ich an der Teilung und an der Kapuzennaht angebracht habe. Außerdem ziert ein Reflekor-Bügelbild die hintere Mitte. Leider habe ich trotz Test erst zu spät verstanden dass ich das Motiv hätte mehr ausschneiden sollen. Jetzt habe ich etwas Farbe vom Softshell abgetragen... Das nächste Mal bin ich schlauer!




Wir sind jedenfalls beide sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es sieht nicht aus wie "viel zu groß" und passt hoffentlich trotzdem auch nächstes Frühling noch!

verlinkt bei afterworksewing